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Grenzöffnung

Öffnung der DDR-Grenze am 09.11.1989

Isingerode am 17.11.1990:

Die Wiedervereinigung macht es möglich.... Endlich bekommt die Freiwillige Feuerwehr Göddeckenrode ein eigenes Fahrzeug. Ganze 10000 Kilometer ist das Tragkraftspritzenfahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr aus Isingerode gelaufen, das nun die Feuerwehr in Göddeckenrode geschenkt bekam. Landratsstellvertreter Eberhard Lüttgau schmunzelte:"Dass dieser symbolische Akt bei Dauerregen stattfindet, passt genau in das Bild einer Feuerwehr."

Donnerstag, 22. November 1990:

Freiwillige Feuerwehr Isingerode erhielt neues Löschfahrzeug

Fahrzeug auf dem neusten Stand der Technik- Kosten rund 62000,- DM – „Altes“ Löschfahrzeug erhielt Göddeckenrode

Keinen guten Draht zu Petrus hatten Isingerodes Blauröcke, denn ausgerechnet bei der Übergabe ihres neuen Löschfahrzeuges hatte dieser „ Wasser marsch“ befohlen und ließ es „ Bindfäden regnen“. So musste man das neue Fahrzeug in den Regen stellen, wo es – anstatt mit Sekt – ausgiebig mit dem Element getauft wurde, von dem die Feuerwehr im Ernstfall nicht genug haben kann, in diesem Fall jedoch störend wirkte, dem Wasser. Im Feuerwehrgerätehaus war derweil die gesamte Freiwillige Feuerwehr Isingerode mit ihrem Ortsbrandmeister Heinrich Löhr an der Spitze angetreten und hatte sich auch die Nachbarwehr aus Göddeckenrode „ in voller Mannschaftsstärke und neuer Montur“ eingefunden. Eingefunden hatte sich auch Samtgemeindebürgermeister Wolfgang Laas, Ordnugsamtsleitre Wolfgang Willmann, der Feuerwehrausschussvorsitzende und stellvertretende Landrat Eberhard Lüttgau sowie die Mitglieder des Fauchausschusses. Den Weg nach Isingerode hatte auch der Bürgermeister von Wülperode, Manfred Riecher sowie seitens der Feuerwehr Gemeindebrandmeister Günther Löwe und sein Stellvertreter Otto Hartge gefunden. Sie wohnten der Übergabe des Fahrzeugschlüssels durch Bürgermeister Laas an Ortsbrandmeister Heinrich Löhr bei. Laas hob dabei besonders hervor, dass es nicht oft vorkommt, dass ein Ortsbrandmeister während seiner Amtszeit zwei Löschfahrzeuge übergeben bekommen habe. Dies sei jedoch beim Isingeröder Ortsbrandmeister Heinrich Löhr der Fall. Er habe während seiner nunmehr 30järigen Laufbahn 1966 das erste und jetzt auszusondernde und nunmehr das neue Löschfahrzeug in Empfang nehmen können. Das neue Fahrzeug, so Laas, sei nach dem neusten Stand der Technik und den Wünschen der Isingeröder Feuerwehr ausgerüstet worden. Die Kosten in Höhe von 62000,- DM seien dabei zu 60 Prozent von der Samtgemeinde und zu 40 Prozent vom Landkreis Wolfenbüttel getragen worden, ließ Bürgermeister Wolfgang Lass wissen. Eingehend auf das alte Fahrzeug bemerkte Laas, dass dieses mit einer Kilometerleistung von 10000 km Fahrleistung noch nicht „reif“ für das Feuerwehrmuseum sei. Man habe sich daher gedanken über die weitere Verwendung des Fahrzeuges gemacht und nach Öffnung der Grenze und der damit verbundenen Kontaktaufnahme der beiden Dorfgemeinschaften aus Göddeckenrode und Isingerode auch das dortige Feuerwehrgerätehaus besichtigt.“ Hierbei sind wir zu der Überzeugung gekommen, dass der vorhandene Raum für den Tragkraftspritzenanhänger viel zu groß ist und ausgefüllt werden muß“, erläuterte Wolfgang Laas. So sei man im Schladener Rat zu dem Entschluß gekommen, die nachbarschaftliche Löschhilfe im neuen Bundesland Sachsen/Anhalt hier besonders zu unterstützen und das alte Löschfahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr Isingerode den Amtskollegen im Nachbarort zu schenken. Ein Geschenk, so der Bürgermeister von Wülperode – Göddeckenrode, Manfred Riecher, das das Feuerwehrwesen in diesem Ort wieder neu beleben wird. Bezüglich des Alters beruhigte Riecher die Anwesenden, denn „ man sei in der Pflege alter Fahrzeuge geübt“ und werde daher auch dem neuen „ alten“ Fahrzeug die notwendige Pflege angedeihen lassen. Für Ortsbrandmeister Heinrich Löhr, der zum Jahresende aus dem Ehrenbeamtenverhältnis ausscheidet und zum Ehrenbrandmeister ernannt wird, bildet diese Übergabe „ ein großes Ereignis“, welches auch gebührend gefeiert wurde. Und da es sich um eine Doppelübergabe handelte, wurde dementsprechend auch der „ Gerstenkalkschale“ und der „ Feuerwehrmarmelade“ zugesprochen, nach dem Motto: „Wer gaut smert, der gaut fährt!“

Hochwasser im März 1994

Durch die starke Schneeschmelze im Harz trat die Ecker über das Ufer. Auch eine Ursache dafür war, dass das Flussbett der Ecker in früheren Zeiten verändert wurde. Zum Schutz einzelner Häuser und Höfe fuhr unsere Feuerwehr Sandsäcke aus. Auf Grund des Hochwassers im Frühjahr, wird jetzt ein Teil des alten Eckergrabens wieder hergestellt.

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